Danish Clapping Game

Du weißt ja: Spiele mag ich! Gerade Warm-Up Spiele wie das von heute werden allerdings gerne von den Teilnehmern als „Kinderkram“ und sinnlos abgetan.

Warum sie aber dennoch nützlich sein können und wie Du so einer Reaktion entgegen wirken kannst, das erzähle ich heute.

 

Unser Spiel heute heißt Danish Clapping Game. Es ist keine Simulation, sondern sorgt für wache und energiegeladene Teilnehmer!

Ich weiß leider nicht, von wem es kommt und was es mit Dänemark zu tun hat. Kennengelernt habe ich es bei meiner Design Thinking Coach Ausbildung. Vielleicht ist es ja ein altes Dänisches Kinderspiel? Weißt Du es? Dann verrate es mir und allen anderen doch bitte in einem Kommentar.

 

Warm-Up Spiele sind nützlich!

Es gibt sehr viele Möglichkeiten, Warm-Up Spiele zu spielen. Nicht alle sorgen dafür, dass den Teilnehmern im Wortsinn warm wird. Allen ist aber gemein, dass sie – richtig eingesetzt – die Teilnehmer auf das nachfolgende Thema vorbereiten. Wie ein Aufwärmtraining beim Sport.

Warm-Up Spiele können müde Teilnehmer munter machen, Kreativität anregen, helfen, sich gegenseitig kennenzulernen, Fähigkeiten, die wir alle als Kinder hatten wieder besser verfügbar machen, die Stimmung auflockern und uns manchmal auch aus der Puste kommen lassen. Sehr häufig wird dabei gelacht!

Warm-Up Spiele mit Bedacht auswählen

Nur weil Du ein Warm-Up Spiel kennst, ist es noch nicht für die aktuelle Situation das Richtige! Wenn Du so ein Spiel aussuchst, dann solltest Du Dir die Situation ansehen, in der Du es einsetzen möchtest. Das bedeutet Dreierlei:

  1. Überlege Dir im Vorwege, mit wem Du es zu tun haben wirst und in welche Art von Workshop oder Meeting Du es einbauen möchtest.
  2. Was passiert davor und danach? Worauf möchtest Du die Teilnehmer vorbereiten oder wovon möchtest Du ihre Gedanken befreien?
  3. Habe eine Alternative zur Hand, falls Du in der Situation bemerkst, dass Deine Idee gerade komplett unpassend sein könnte.

Warm-Up Spiele und skeptische Teilnehmer

Kündigst Du das Warm-Up Spiel einfach nur als ein Spiel an und versprichst den Teilnehmern Spaß, dann ist das häufig inhaltlich nicht falsch. Gerade wenn die Teilnehmer aber sehr ergebnisorientiert sind und sich die Zeit für Deinen Workshop mühsam frei geschaufelt haben, kann es Dir passieren, dass sie die Idee mit „Kinderkram“ oder „Zeitverschwendung“ titulieren.

Daher ist es hilfreich, den Zweck des Spiels zu erwähnen. Wenn Du im Vorwege die zu gewinnende Erkenntnis nicht verraten kannst, weil dann das Spiel nicht mehr funktionieren würde, kündige an, dass ihr im Nachgang darüber sprechen werdet, was aus dem Spielverlauf gelernt werden kann. Das musst Du dann aber natürlich auch machen!

Danish Clapping Game

Das Danish Clapping Game ist ein Bewegungsspiel, dass sehr gut als Energizer eingesetzt werden kann. Es bringt den Kreislauf in Schwung, lenkt von allem ab, was vorher war und hilft den Teilnehmern in eine offene, spielerische Haltung zu kommen, die zum Beispiel für kreative Aufgaben nützlich ist.

Wann setze ich das Danish Clapping Game ein?

Das Danish Clapping Game braucht nur sehr wenig Zeit und funktioniert schon mit sehr wenigen Teilnehmern. Daher kann es auch in kleiner Runde und bei relativ kurzen Veranstaltungen eingesetzt werden.

  • Wenn ich weiß, dass meine Teilnehmer vorher in einem Termin waren, der sie vermutlich gedanklich noch stark beschäftigt, kann ich sie mit dem Spiel gut ablenken und so erreichen, dass sie das vorherige Thema loslassen.
  • Ist mein Workshop früh morgens oder direkt nach der Mittagspause kann ich sie damit aufwecken bzw. aus dem Suppenkoma holen.

Nach dem Spiel sind sie voller Energie und können sich auf neue Themen einlassen.

Spielregeln für das Danish Clapping Game

Für das Spiel brauchst Du eine gerade Anzahl von Teilnehmern. Du kannst es schon mit zwei Personen spielen! Wenn die Teilnehmerzahl ungerade ist, spielst Du einfach selber mit.

  • Die Mitspieler finden sich paarweise zusammen.
  • Sie stellen sich voreinander auf, so dass sie sich gegenseitig ansehen.
  • Das Spiel beginnt, in dem alle gleichzeitig mit beiden Händen auf ihre Oberschenkel klopfen.
  • Als nächstes strecken alle ihre Arme gerade in die Höhe.
  • Dann klopfen wieder alle auf ihre Oberschenkel und bewegen danach beide Hände nach links.
  • Anschließend klopfen wieder alle auf ihre Oberschenkel und bewegen danach beide Hände nach rechts.
  • Jetzt klopfen alle wieder auf ihre Oberschenkel und geben sich ein doppeltes High Five.

Jetzt haben alle sämtliche Bewegungen des Spiels geübt und das eigentliche Spiel beginnt!

  • Alle klopfen gleichzeitig auf ihre Oberschenkel
  • Als nächstes wählt jeder individuell aus, ob seine Hände nach oben, links oder rechts gehen.
  • Haben beide Partner die gleiche Bewegung gewählt, geben sie sich als nächstes ein doppeltes High Five – sonst klopfen sie wieder auf ihre Oberschenkel.
  • Werdet immer schneller!
  • Nach fünf Minuten (oder was auch immer Deine Agenda hergibt) ist das Spiel vorbei.

Das liest sich, als sei es ganz einfach. Ist es aber gar nicht! Alle müssen sich gut konzentrieren und werden viele Fehler machen. Meistens wird viel gelacht!


Tipp

Wenn Du das Spiel öfter spielen möchtest kannst Du die Bewegungen variieren. Baue zum Beispiel einen Hampelmann ein oder einen Sprung nach links, rechts oder oben und lasse die Partner statt eines High Five mit beiden Händen einen Low Five mit einem Fuß machen.


Neulich habe ich mich in Berlin mit vielen interessanten Menschen aus ganz unterschiedlichen Unternehmen getroffen. Wir haben über die Zukunft der Arbeit gesprochen. Im nächsten Beitrag erzähle ich mehr davon.

 

Wenn Dir mein Blog gefällt, teile den Artikel gerne mit Deinen Kontakten! Hast Du eine Frage, Anregung oder Ergänzung, dann nutze die Kommentarfunktion hier im Blog.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.