Pomodoro Technik

Mit der Pomodoro Technik schaffst Du es, fokussiert an Deinem Thema zu bleiben, sorgst für regelmäßige Erfolgserlebnisse und besiegst die böse Multitasking Falle!

 

Alles, was Du dafür brauchst, ist ein Stück Papier, ein Stift und natürlich eine Kücheneieruhr!

 

Na gut, ein anderer Zeitmesser tut es auch. Zum Beispiel eine Count-Down App auf Deinem Smartphone.

Die Pomodoro Technik

Pomodoro ist italienisch und heißt übersetzt Tomate. Francesco Cirillo ist Italiener, hat sich diese Technik ausgedacht und nach einem beliebten Küchenutensil benannt: Einem Kurzzeitmesser in Form einer Tomate.

Das Ziel dieser Technik ist es, dafür zu sorgen, dass Du Dich für eine im Voraus festgelegte Zeit voll und ganz auf genau eine Aufgabe fokussierst. So vermeidest Du erfolgreich Multitasking mit all seinen negativen Folgen.

Die Vorbereitung

Als erstes besorgst Du Dir ein Blatt Papier, einen Stift und einen Zeitmesser, der einen Count-Down von 25 Minuten anzeigen kann oder Dir nach 25 Minuten ein Signal gibt. Dann suchst Du Dir eine passende Aufgabe. Für den Anfang möglichst etwas, was Du schon länger mal erledigt haben wolltest, wobei Du aber leider immer wieder gestört wurdest und so dann doch wieder davon abgekommen bist. So hast Du für Deine Motivation zum Start direkt ein lohnendes Ziel vor Augen!

Konzentriertes Arbeiten

Stelle nun Deinen Zeitmesser auf 25 Minuten und arbeite in dieser Zeit ausschließlich an der zuvor gewählten Aufgabe. Lasse Dich nicht durch E-Mails, Telefonklingeln, Kollegen oder andere spannende Verlockungen ablenken. Arbeite wirklich konzentriert an diesem einen Thema.

Das wird Dir am Anfang vielleicht noch schwer fallen. Und auch Dein Umfeld muss sich eventuell erst daran gewöhnen, dass Du in dieser Zeit nicht ansprechbar bist. In den allermeisten Fällen wird Deine Reaktion aber durchaus die paar Minuten auf sich warten lassen können, bis die 25 Minuten um sind.

Kurze Pause

Sind die 25 Minuten um, malst Du einen Haken oder ein Smiley oder eine Tomate – eine Pomodoro – auf das bereitgelegte Papier.

Herzlichen Glückwunsch! Du hast es geschafft! Du warst 25 Minuten am Stück produktiv :-).

Jetzt hast Du Dir eine kurze Pause von fünf Minuten verdient. In der Zeit kannst Du Dir einen Kaffee holen oder jemanden zurück rufen, der Dich eben nicht erreicht hat. Was auch immer sich richtig anfühlt. Am besten machst Du etwas, was Dich nicht sehr fordert und was nichts mit Deiner Aufgabe zu tun hat.

Ist Dir in der Pause etwas aufgefallen? Wenn Du sehr entspannt gewesen bist und abgelenkt warst, kann es gut sein, dass Du plötzlich einen Geistesblitz zu Deiner Aufgabe hattest! In etwa so wie morgens unter der Dusche oder beim Fahrradfahren auf dem Nachhauseweg. Gerade kreative Einfälle oder eben Geistesblitze, die uns voran bringen kommen selten dann, wenn man fokussiert am Thema arbeitet, sondern eher dann, wenn man sich zwischendurch ablenkt. Auch deshalb sind die Pausen so wichtig.

Es geht weiter!

Nach der Pause stellst Du Dir den Wecker wieder auf 25 Minuten und arbeitest an Deiner Aufgabe weiter. Diesen Rhythmus aus 25 Minuten Arbeit und fünf Minuten Pause wiederholst Du insgesamt vier Mal. Dann hast Du Dir eine längere Pause verdient. Vergiss nicht, Dich mit Smileys, Pomodoros oder ähnlichem zu belohnen!

Ist das schon alles?

Im Prinzip schon. Aber wenn Du das eine Weile gemacht hast, wirst Du schnell erkennen, was Pomodoro Dir noch alles bringt!

Erfahrungswerte

Wenn Du nicht einfach nur Pomodoros auf Dein Papier malst, sondern dazu auch notierst, für welche Aufgabe Du diese Pomodoros verdient hast, wirst Du irgendwann besser abschätzen können, welche Art von Aufgabe wie lange dauert. Das hilft Dir zu planen!

Deadlines einhalten

Wenn Deine Aufgabe zu einer bestimmten Zeit fertig sein muss, dann überlege Dir vorher, wie viele Pomodoros Du wohl für deren Erledigung benötigen wirst. So kannst du entspannt und rechtzeitig vor der Deadline starten. Außerdem schützt Dich eine vorab angesetzte Anzahl von Pomodoros davor, in einer Perfektionismus Falle zu landen. Viele Aufgaben müssen nicht perfekt ausgeführt werden. Wertvoller ist es, sie rechtzeitig zu beenden. Die gute alte 80:20 Regel besagt: Für 80% des Erfolges wenden wir häufig nur 20% der Gesamtzeit auf. Wollen wir die restlichen 20% auch noch erreichen, müssen wir weitere 80% Zeit investieren. Das lohnt sicher bei einer Herz-OP, aber nicht unbedingt beim Erstellen einer Präsentation.


Tipp

Es gibt viele Smartphone Apps, sowohl für Android, als auch für IOS die als Zeitmesser für die Pomodoro Technik eingesetzt werden können. Diese Apps sind auch sehr nützlich, wenn Du einen Workshop oder ein Meeting mit Hilfe von Timeboxes strukturieren möchtest. Häufig sind diese Apps unübersichtlich, wenn es darum geht kurze Zeiträume von wenigen Minuten einzustellen. Ich nutze daher in solchen Fällen gerne die Android App „Kinderuhr“. Sie erlaubt es zwischen einem Timer mit maximal 12 Minuten und einem mit maximal einer Stunde zu wechseln.


Neulich bin ich über einen spannenden Artikel zum Thema Kanban gestolpert. Dabei ging es um die Leserichtung von Texten in verschiedenen Sprachen und eine Idee, die daraus für das Kanban Board entspringen kann. Lies im nächsten Beitrag mehr darüber!

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